Bedeutung der Kokzidiose und anderer Parasitosen in Abhängigkeit vom Haltungssystem

Infektionen mit Parasiten stellen auf jedem Milchviehbetrieb und zu jeder Zeit eine Bedrohung für die Tiergesundheit und –produktivität dar. Innerhalb dieses Moduls steht daher die vergleichende Untersuchung der aktuellen Bedeutung von typischerweise vorkommenden Parasiteninfektionen für die Tiergesundheit und Milchleistung bei Kühen in Stall- bzw. Weidehaltung im Vordergrund. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden die am Verbundprojekt teilnehmenden Rinderbetriebe jeweils einmal im Frühjahr und im Herbst besucht und eine repräsentative Zahl von Tieren beprobt sowie klinisch untersucht. Die parasitologischen Untersuchungen umfassen den Nachweis von verschiedenen Einzeller- und Wurminfektionen. Die Milchleistungsdaten, die Körperkondition (body condition score) sowie Behandlungsdaten werden gleichzeitig erhoben. Mittels multipler logistischer Regression und holistischer Modellierung wird nachfolgend das Zusammenwirken der Effekte von Einzelfaktoren hinsichtlich der produktions- und gesundheitsrelevanten Unterschiede zwischen Weide- und Stallhaltungssystemen quantifiziert. Unter Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse zur Auswirkung spezifischer Haltungs- und Managementbedingungen auf die relevantesten parasitären Krankheitserreger, werden epidemiologische und parasitologische Schlüsselfaktoren bestimmt und moduliert sowie Kontrollempfehlungen entwickelt. Darauf basierend werden systemspezifische Konzepte zur Vermeidung und besseren Kontrolle parasitärer Infektionskrankheiten auf Milchviehbetrieben entwickelt werden.

Partner in Modul 4

 

Prof. von Samson

Modulleitung:
Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna

 FU Berlin
 

weitere Modulleitung:
Prof. Dr. Janina Demeler

FU Berlin

Tierärztin 

Nele Loock

FU Berlin