Untersuchungen zur Eutergesundheit in Abhängigkeit vom Haltungssystem

Die Mastitis des Rindes ist eine Infektion der Milchdrüse mit einer infektiösen, toxischen oder
traumatischen Ursache (IDF, 1987). Die zunehmende strategische Bekämpfung der kuhassoziierten Mastitiserreger sowie geeignete Therapiekonzepte führten zu einer Reduktion bestehender Mastitiden und der Neuinfektionsrate mit diesen Erregern, während umweltassoziierte Mikroorganismen an Relevanz gewannen (Krömker, 2007). Als Hauptreservoir für umweltassoziierte Mastitiserreger gelten dabei Bodenschmutz, Einstreu und Fäkalien (Zdanowicz et al., 2004), so dass der Erregertransfer vor allem im Haltungsumfeld stattfindet (Peeler et al., 2000). Die Eutergesundheitsentwicklung in Milchviehbetrieben kann durch die Haltungsform beeinflusst werden (Volling und Krömker, 2008). Einerseits kann ein zeitweiser Weidegang bzw. Nachtweide die Inzidenz klinischer Mastitiden senken, andererseits können hohe Temperaturen, Niederschläge oder Schlechtwetterlagen sich negativ auf die Eutergesundheitsentwicklung auswirken (Bendixen et al. 1988; Barkema et al. 1999, Barnouin et al., 2004). Auf Basis der im Projekt erhobenen Daten und der Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen sollen die Effekte der Haltungsform auf die Eutergesundheit der Herden epidemiologisch bewertet werden.
Im zweiten Projektteil wird ein an die Haltungsform bestmöglich angepasstes Gesundheitsmanagementkonzept entwickelt und in einzelnen Betrieben erprobt, so dass am Ende der Studie „Leuchtturmbetriebe" zur Verfügung stehen, die als praktische Vorbilder dienen sollen.

 

Partner in Modul 3

 

 

Modulleitung:
Prof. Dr. Volker Krömker

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Wissenschaftliche Mitarbeiterin:
Dr. Doris Klocke

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Fachleitung:
Martin tho Seeth

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